Es gibt…

Es gibt den Geruch der Armut.
Es gibt den Geruch des Reichtums.

Es gibt den Gestank der antiseptischen Kleinbürgerlichkeit.
Es gibt den Gestank der fürchterlichen Dummheit.

Die Nase ist leer.

Es gibt den Duft des Regens.
Es gibt den Duft des Dieselmotors.

Die Nase ist leer.

Das ist Leben.

Eine Minute Gedenken

Wenn das so stimmt mit dem Natron,
– dann stimmt Natron den Körper in Richtung basisch.

Wenn das so stimmt, wie man oft sagt,
– dass wir körperlich und stimmungsmäßig meist viel zu sauer sind und uns so in die Unausgeglichenheit bringen…

Wenn das so stimmt,
– dass das Saure die Grundlage für viele Krankheiten ist.

Wenn das so stimmt…

Sollte man (wenn nötig) immer wieder Natron zur Reduktion des Sauren zu sich nehmen.
Das hilft.
Das gilt insbesondere für Vielkaffetrinker 🙂 wie ich einer bin. 🙂


Es ist manchmal schon so richtig gut und sinnvoll, wenn etwas nicht stattfindet.
Dessen sollte man schon mal gedenken!


Hier ist die Gedenkminute:

Bitte eine Minute Gedenken an und für etwas, was nicht stattfindet.

Wer mag.
Das ist eine kurze und inhaltsleere Meditation.


Wer nicht mag, naja…
Weiß auch nicht…
Leer.


Ich freue mich drüber, wobei nicht klar sein kann worüber genau, wo es ja nicht da war, was nicht ist und nicht sein wird!

Naja…
> Ich bin sowieso eine Frohnatur und Natron hilft mir, nicht sauer zu werden. 🙂

 

Postfaktisch – Es stimmt!

Ich habe in der täglichen Lebenspraxis erfahren dürfen, was das Unwort des Jahres bedeutet.
Das Unwort heißt: postfaktisch.
Nein, es ist nicht nur ein Wort!
Ja, es ist auch ein systematisch und lustvoll anmutender Gebrauch der hier gemeinten Realität.
Postfaktisch heißt, dass man sich nicht um die Wirklichkeit von Fakten kümmert / kümmern muss, wenn man etwas behauptet.
Der Begriff „postfaktisch“ heißt, dass man sich um Fakten nicht kümmert oder auch Fakten behauptet, die „aus der Luft gegriffen“ sind.
Als ich begriff, was da in der Sprache geschieht, und dass es durchaus üblich geworden ist, einfach und in voller Absicht Fakten zu leugnen, war ich doch etwas mehr verblüfft.


Das Gute, was ich feststellte, war, dass es nicht unwissentlich und zufällig geschieht, sondern zielgerichtet, absichtlich und im reinen Eigeninteresse.
Das ist auch eine Form der Bewusstheit. > Na wenigstens etwas Positives.(Ironie aus).


Ich muss feststellen, ich war bisher naiv in diesen Sachen. Normales Lügen war mir und ist mir zugänglich, doch das Postfaktische ist eine neue Dimension.
Ich bin bereit, weiteren postfaktisch argumentierenden Menschen zu begegnen.
Diese wollen mich hoffentlich nach ersten Begegnung nicht mehr kontaktieren.
Ich bin wach, ich freue mich drauf!
Hoffen wir das Beste für alle :).

Nicht lustig!

Im ZEN gilt die Tradition, dass ein Schüler nur die „Dinge“ weitergibt und weitergeben darf, die er wirklich verstanden hat.
Wenn ich rekapituliere, was ich alles schon unterrichtet habe und was meine unterschiedlichsten Schüler weitergegeben haben und immer noch weitergeben, dann müssen viele das Unterrichten schlagartig sein lassen oder sehr schnell „nachsitzen“.

Doch wir haben hier keine ZEN  – Tradition. Sehr schade, finde ich.

Hier gilt wohl: „Lernen durch Lehren und Tun“ oder „Lehre das, was Du nicht verstanden hast“ oder auch „Lehre das, was Du gerne verstehen möchtest.“

Nirgendwo gilt: „Lehre, was Du meinst, verstanden zu haben“ oder auch: „Lehre, was Dir gefällt“ oder „Lehre einfach drauf los“.


Ich finde schade, dass hier keine ZEN – Tradition ist.

 

Schönes Sündenregister – allerseits

Schuldgefühle sind sehr, sehr schlecht!
Ich mache Dir mit diesem Satz ein echtes Schuldgefühl.
Merkst Du es?
(Ich habe es mit großer Wahrscheinlichkeit geschafft!  Selbst dann, wenn der Satz eine Gegenreaktion bewirken sollte.) 
Schuldgefühle können nur schlecht sein, weil sie schlechte Gefühle machen – und das sollte nicht sein!
Auf keinen Fall!

Verstanden?
Immer noch nicht verstanden?
Schuldgefühle kommen deswegen, weil du gesündigt hast!
Spätestens jetzt angekommen!?
(Das trifft sehr, sehr wahrscheinlich auf alle zu, die in einem jüdisch – christlich – islamischen Kulturkreis sozialisiert sind.)

Doch damit das klar ist: Schuldgefühle entstehen nur da, wo gesündigt wird.
Die Sünde ist die Ursache für das Schulderleben, nicht die konkrete Tat!
Sünde ist die Ursache für Schuldgefühle.
Und wichtig zu wissen: Sünde ist subjektiv.

Zu weit hergeholt?
Naja stimmt, das sind auch Religionen, die dem Alten frönen, deren Beginn liegt zeitlich weit, weit zurück.
Die jüngste der (gesellschaftlich relevanten) Religionen stammt aus den Jahren zwischen 600 und 700 n. Chr. Sicherlich wurde sie immer wieder nachgebessert. (Die Ableger (Sekten) kann ich hier unter „Verbesserungsversuche“ der Mutterreligionen ablegen.)
Das Ding mit dem „sich Vergehen gegen… xyz“ ist fester Bestandteil aller dieser Institutionen.

Zurück zum Schuldgefühl.
Ich behaupte, dass das Ding mit der Sünde (wahrscheinlich) so tief in Jedem drinsitzt, und für vollkommen normal gehalten wird, dass es nicht oder kaum mehr auffällt.
„Die Sünde“, das sündhafte Vergehen wird dann aktiv, wenn jemand etwas tut oder lässt, was als Sünde definiert ist. Dann wird der Mechanismus der Schuld aktiviert.

Also, wie gesagt, man muss trotzdem nicht jüdisch-christlich-islamistisch orientiert sein, um Schuld zu erleben. Die Kultur reicht, um das Erleben zu installieren.

Schaffen wir (ich/du/er/sie/es) die Sünden/Verbote/Vergehen/Tabus und dergleichen ab, werden wir Menschen alle frei und können endlich tun und lassen, was wir wollen – individuell wie kollektiv.
Ich bin mir sicher: Krankheiten, Gefängnisse, Staaten, Religionen, Sekten, Gewerkschaften und Unternehmerverbände und dergleichen regulierendes, niederdrückendes „Zeug“ (Pardon > ich hatte das Hauptargument der Sündenfans vergessen: „Das ist doch nötig, damit wir Menschen miteinander leben können und gut auskommen!!“)
wären kaum vorhanden.

Mit der „Sünde“ fängt es an, und wir enden im Bravsein.
Wie schön.

Also, könnte hier der Eine und die Andere sagen/denken: „wirres Zeug“, „unausgereift“, „irre“ und „so ein Mann mit solchen Gedanken gehört doch…“
„Ok“ sage ich (W.T.) dazu.
Das sind also die Folgen, wenn man – wie ich jetzt und hier – eine Sünde (ohne persönliches Sündenerleben) öffentlich macht.

Ich fordere: Alle Menschen mit Schulderleben sollten zunächst einmal eine Therapie zur Befreiung von Religionsinhalten (o. ä) machen.
Wer schließt sich dem an?

So könnte der Einzelne und die Gesellschaft gesund werden und wachsen.