Es gibt…

Es gibt den Geruch der Armut.
Es gibt den Geruch des Reichtums.

Es gibt den Gestank der antiseptischen Kleinbürgerlichkeit.
Es gibt den Gestank der fürchterlichen Dummheit.

Die Nase ist leer.

Es gibt den Duft des Regens.
Es gibt den Duft des Dieselmotors.

Die Nase ist leer.

Das ist Leben.

Die Enge mancher Mitmenschen

Warum wird Kämpfen immer wieder mit Gewalt und Schwert verbunden?
Das ist Unsinn.

Das soll und wird von vielen Zweibeinern als eine implizite Aufforderung zur Peacigkeit und „Kämpfen ist schlecht und unmoralisch“ verstanden. Das geht leider oft so weit, dass diese Schwachsinnsaussage als Aufforderung zum Stillhalten genommen wird.
Zur Not und weiteren Verstärkung des Unsinns wird möglichst noch ein chinesischer oder tibetischer Weiser oder gar die Bibel zitiert.

Es gibt viele Formen des Kämpfens!
Es gibt viele Formen des Siegens.
Jede hat in ihrem Kontext ihre Berechtigung.


Ich habe gesiegt, ich siege, ich werde siegen!
So war das, so ist das, so wird das sein.
Ich siege jeden Augenblick.

Für 2017

Jede Sekunde wach, wachsam, sorgfältig sein
und in sich ruhen.

Hinlangen wie ein Berserker,
bedingungslos, vital und zielgerichtet.
Durchziehen – ich und mich > bedingungslos.

Sehr gut so.

Das ist das Beste, was es gibt,
für 2017


Was ist es, für das du so konsequent sein könntest?
Langeweile und Ruhe?
Revolution und Fortschritt?

Ich bin für Ruhe, Gelassenheit und Zupacken!

Zu Hause sein – ein Weihnachtsgedicht

Fett werden über die Tage.

Nicht so mehr leben wollen.

Nicht da sein wollen.

Gar nichts mehr essen wollen.

Hinter der Wärme der Wohnung verstecken wollen.

Nicht mehr bewegen wollen.

Es lieb haben wollen.

Nichts von irgendwas wollen.

Angst vor der Welt.

Angst haben vor sich.

Laufen gehen wollen.

Es ist überdrüssig.

Keinen Halt finden.

Es weg haben wollen.

Nicht mehr können.

zufrieden sein.

Das ist normal, keiner sollte sich deswegen schämen oder grämen. Alles bald vorbei und getan!
Dann:

Kein Ausschlafen.
Autostau.
Gestank in der Straßenbahn.
Enge im Aufzug.
Chef im Anzug.
Sekretärin verschwitzt.
Termin verpasst.
Grüße aus dem Urlaub.
Hetze beim Einkauf.
Weg, weg, weg, nur raus hier.
Ich will nicht mehr.
Küsschen, Küsschen. „Welche eine Freude Dich zu sehen.“
Katzenberger im Fernsehen.
Tagesschau lügt nicht.
Am nächsten Tag wird alles anders!
Bald ist Urlaub.
Ich habe noch 3.725,5 Tage bis zur Rente.

Ich will ja zufrieden sein.

Das ist normal, keiner sollte sich deswegen schämen oder grämen. Alles bald vorbei und getan.

Rente kommt regelmäßig.
Ein Besuch beim Arzt!

Ja, ich bin zufrieden!

Das ist normal, keiner sollte sich deswegen schämen oder grämen. Alles bald vorbei und getan.

Dem Tod ein Schnippchen schlagen!

Es gibt eine Möglichkeit, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen:

Im Wedernoch sein.

Weder sprechen – noch schweigen.

Weder Wissen – noch Dumpfheit.

Weder aufmerksam – noch schlafen.

Weder in der Mitte – noch sonstwo sein.

Dem Tod ein Schnippchen schlagen heißt:
Alles und Nichts ist weder gut noch schlecht.

Das ist Mitte.

Das ist echt positiv!

Das muss weg.

Das Negative muss weg!
…ist ein Antagonismus wie er besser nicht sein kann.
Das Negative muss sterben, das Positive stirbt mit.
Weil das Eine nicht ohne das Andere ist.
Was bleibt übrig?
Nichts.

Nicht negativ, nicht positiv.

Doch: wir definieren uns so gerne über das Negative,
über das,
was wir nicht sind,
nicht sein können,
nie sein werden.

 

Das Positive muss voll und ganz sein!
Ist ein Antagonismus wie er besser nicht sein kann.
Das Positive – voll und ganz – macht es dem Negativen unmöglich zu sein.
Das Negative erlischt mit dem Positiven, wenn das Positive voll und ganz ist.
Weil das Eine nicht ohne das Andere ist.
Was bleibt übrig?
Nichts.

Nicht positiv, nicht negativ.

Wir wären so gerne das Positive.

Wir wären so gerne das, was wir nicht sind,
nicht sein können,
nie sein werden.

Also bleiben wir doch lieber im Bekannten und drehen uns im Kreis:
Das Negative muss weg!
Doch: Sitzen und schreiben.
Weder noch
Wedernoch

Wahrheit ist ein Traum

Ich habe es gewusst!

Irgendwann würde die Frage auf mich zukommen und siehe: da.
Sie sitzt mir wie ein Stachel im Fleisch. Die Frage ist mir nicht peinlich, sollte mir aber peinlich sein.

„Wer sind deine Eltern?“
„Wer ist dein Vater?“
„Wer ist deine Mutter, wer soll das gewesen sein?“

Und auch: irgendwie freue ich mich diebisch über diese Frage. Doch das kann man erst dann verstehen, wenn man meine Antwort versteht. Doch ich halte es kaum für möglich, denn meine Antwort wird wohl für das durchschnittliche Gehirn nicht annehmbar, geschweige denn verstehbar sein.
Es ist für mich gar nicht so einfach, von meinen Eltern als meine Eltern, als Vater und Mutter, zu reden. Natürlich kann ich in meinem Stammbuch nachschauen, wie sie geheißen haben, wann sie geboren sind, wann sie gestorben sind. Das ist alles belegbar.
(Und unsachlich aus dem Zusammenhang gerissen hier eingeworfen: Ich bin voll Weise, pardon Vollweise! So lasse ich gerne Fehler einschleichen, das ist, was mir Spaß macht.)

Tja, das beantwortet aber nicht die Frage nach meinen Eltern.
Mir ist auch nicht so richtig klar, warum ich immer wieder nach meinen Eltern gefragt werde. Bisher habe ich – meiner Erinnerung nach –  achtmal die Gegenfrage gestellt: „Warum interessierst du dich dafür?“ Naja die Antworten die dann kamen, waren der Gestalt, dass sie mich auch nicht sonderlich weiter und zu einer Erkenntnis brachten. „Eine Frage beantwortet man nicht mit einer Gegenfrage!“ und: „Du siehst so elternlos aus.“ Diese letzte Antwort, die mir vorgestern auf meine Gegenfrage gegeben wurde, hat mich dann doch etwas arg gebeutelt, naja „überrascht“ ist besser gesagt.
Sie hat mich getroffen.
In Mark und Bein.

Das hat eine Bewegung der Erinnerung „nach hinten“ in Gang gesetzt.
Ich habe mich sehr gut erinnert, klar, deutlich, ehrlich, nichts und allessagend.

Ich habe mich an mein Gesicht und das Gesicht meiner Eltern vor meiner Existenz erinnert.
Insofern kann und muss ich der Ehrlichkeit und Genauigkeit wegen mehreres feststellen, was selbst den geneigtesten Leser und die geneigteste Leserin verunsichern kann:
„Ich bin älter als meine Eltern.“
„Ich habe mir meine Eltern geschaffen.“
„Ich habe keine Eltern und habe niemals welche gehabt.“
„Eltern sind die Produkte meiner Träume.“

Nun gut, wer fragt, erhält Antworten (meistens).
Doch nicht immer die Antworten, die angenehm und passend sind.
Doch in diesem Falle: wahr und insofern undiskutierbar.

Das ist mir dann „wie nebenher“ auch nochmals im tiefsten Sinne klar geworden: „Es gibt keine Wahrheit, außer sie ist geträumt.“

Paradigmenwechsel

Bisher war „Smoke on the water“ der Song, in dem ich mich wiederfand.
Nun ist der Lebensabschnitt, der zugegebenermaßen lang gedauert hat, vorbei.
Der Song mit dem ich den neuen Lebensabschnitt bezeichne, ist: „Let´s have a party.“
Und gerade diese Version von Wanda Jackson ist einfach und genau treffend.

Es ist und bleibt wild.

Das Leben ist Party.
Alle sind eingeladen.