Ich kann „es“ nicht mehr hören und sehen.

Ich kann es nicht mehr hören,
ich will es nicht mehr sehen.

Das ist nicht so, die Wahrheit die keine ist,
die Beschiss ist,
von vorne bis hinten,
von oben bis unten.

Ich schäme mich BALD (aber auch nur bald) meiner Empfindung, belogen zu werden,
von vorne bis hinten,
von oben bis unten.

Ich höre hin.
Ich schaue hin.
Ich sehe unverfrorene Lügerei, bewusste Irreführung, Wahnsinn in den Augen.
Ich höre Lügen, mit netter Stimme, logisch erscheinend und mit subkutaner Wirkung vorgebracht.

Gleich ob bei der Abrechnung vom Kellner, bei staatlich gesponserten allgemeinen Verlautbarungen der Bundespressekonferenz oder direkt aus dem Mund höchster Staatsrepräsentanten; gleich ob von Ehepartnern, die ihre Freiheit wieder haben wollen oder von Hundebesitzern, die die Hundekacke nicht in Plastiktüten entfernen wollen.

Das tut nicht gut – niemandem.
Es tut nicht gut.

Das kann in einem allgemeinen Irrsinn enden, in dem der Irrsinn das Normale ist und das Normale zum Irrsinn wird.

Manche sind schon in diesem Zustand angelangt, und (wahrscheinlich) sind wir alle in trauter Gesellschaft auf dem Weg dahin.

Na denn Prost!


Ich werde mich beeilen und mein Manuskript zu dem Drehbuch: „Die vielen Leben des Felix Grummelwau“ schnell und wahrhaftig zu Papier bringen.
Das kann eine Bastion des Ehrlichen werden, so surreal es auch anmutet.

Das Surreale ist die Wahrheit! Hat das nicht schon jemand wie Max Ernst von sich gegeben?
Ich kann nicht genau sagen, wer es war, doch das sage ich dabei und behaupte es nicht einfach so.

 

 

Neues aus der Mottenkiste

Das Neue hat so seinen Preis.
Es kostet viel, wer will das schon zahlen?
Insofern ist es naheliegend, das Alte zu behalten und das Neue nicht zu realisieren, obwohl es gebraucht wird und drängt.

Das Neue sind z.B. die Flüchtlinge und alles, was damit verbunden ist.
Sie sind da, ob man will oder nicht.
Mit den Flüchtlingen soll das Alte erhalten werden, vielleicht sogar die Zeit (inhaltlich) zurückgeschraubt werden.
Ins Konservative, Rigide, Unbewegte, Normative, bürgerlich Abgesicherte, die weitgehende Einheitsmeinung, die antisexuelle Revolution, Prüderie.
Die mühsam errungenen kleinen und billigen Freiheiten der 68er Bewegung können dabei auf der Strecke bleiben.
> Restauration der Werte der 50er Jahre?
Das scheint mir in großen Teilen der Gesellschaft gut möglich zu sein und zu werden:
Sicherheit, Fleiß, Rigidität, hartes Durchgreifen, Ehre, eine abgemilderte Form von Blut und Boden, der Mief des Unbeweglichen.
Hauptsache die Wirtschaft…
Wir müssen alle zusammenhalten, um diese Aufgaben zu bewältigen…
Das Richtige ist heute das Alternativlose.

Es ist die Frage, ob wir das Neue wollen, das was wir in den 68ern begonnen haben.
In den 70ern auf die falschen Wegen gebracht haben.
In den 80ern in Discos weggetanzt haben.
In den 90ern unter falscher Flagge wieder haben aufleben lassen: Homosexuelle, Frauenbewegung, Grüne, „Wir sind das Volk“.
Nur eine Beispiel: Die Gewerkschafter der 60er und 70er der IG Metall würden sich heute schämen, solche Forderungen zu stellen, wie sie heute von dieser Gewerkschaftsspitze kommen.
Wir sollten wach werden und uns an unsere liberalen und menschenfreundlichen Grundwerte, die wir persönlich und gesellschaftlich erreicht hatten, wieder erinnern und uns nicht von dem liberal klingenden und doch knallharten und autoritären Softigeschwätz (weiter) einwickeln lassen.
Entwicklung tut Not.
Entwicklung ist normal.
Manchmal  muss man sich auch gesellschaftlich zurückentwickeln, um zu sehen, wie weit man schon gekommen war.
Erinnern tut gut.
Erinnern tut Not.

Wie war das noch mal: „Venceremos!“

Das habe ich einfach „nur mal so“ geschrieben, weil es mir sehr auf der Seele brannte.
Restauration von allen Seiten, das ist das, was „man“ derzeit volle Kanne erleben kann.

Erinnern wir uns.

Volle Kanne Hoffnung!

Nichts ist das Nebensächlichste in der Welt des Lebens.
Nichts ist die Sehnsucht der Nichtlebenden, weil es angeblich Nichtgefühl, Freiheit und die Problemlosigkeit bringt.
Das ist nicht so.
Es ist anders, das Ding mit der Problemlosigkeit.
Das Ding mit den Problemen ist in Wirklichkeit uninteressant.
Das Ding mit dem Wunsch nach der Problemlosigkeit muss vergehen.
Dann gibt es keine Probleme.

Dann ist „es“ problemlos oder so ähnlich…

Oder so…

Das ist echt positiv!

Das muss weg.

Das Negative muss weg!
…ist ein Antagonismus wie er besser nicht sein kann.
Das Negative muss sterben, das Positive stirbt mit.
Weil das Eine nicht ohne das Andere ist.
Was bleibt übrig?
Nichts.

Nicht negativ, nicht positiv.

Doch: wir definieren uns so gerne über das Negative,
über das,
was wir nicht sind,
nicht sein können,
nie sein werden.

 

Das Positive muss voll und ganz sein!
Ist ein Antagonismus wie er besser nicht sein kann.
Das Positive – voll und ganz – macht es dem Negativen unmöglich zu sein.
Das Negative erlischt mit dem Positiven, wenn das Positive voll und ganz ist.
Weil das Eine nicht ohne das Andere ist.
Was bleibt übrig?
Nichts.

Nicht positiv, nicht negativ.

Wir wären so gerne das Positive.

Wir wären so gerne das, was wir nicht sind,
nicht sein können,
nie sein werden.

Also bleiben wir doch lieber im Bekannten und drehen uns im Kreis:
Das Negative muss weg!
Doch: Sitzen und schreiben.
Weder noch
Wedernoch

Kurze Kurzmitteilung

Ich bekomme eine Erkältung.
Seit Tagen kündigt sie sich an.
Nun wird es wohl soweit sein.

Ich bin nun wieder direkt am Rhein polizeilich gemeldet.
Der faktische Umzug steht kurz bevor.
Vielleicht zeige ich – wenn es meine dann wohl schwere Erkältung zulässt – hier einige Fotos, wie Möbel & Co getragen werden.
Es sieht alles danach aus, als ob alles richtig gut und munter und freundlich und freudig trotz meiner nun immer stärker werdenden Erkältung wird.